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Panorama, von Roedeberg aufgenommen
Panorama, von Roedeberg aufgenommen

Teufelskanzel

Die Sage von der Teufelskanzel
Im Arnsbachtal lebte einst eine Müllerstochter. Eines Tages kam der Teufel zu ihr und hielt um ihre Hand an. Nach langem Überlegen willigte sie ein. Sie stellte Ihm jedoch die Bedingung, ihr ein Schloss zu bauen und bis zum ersten Hahnenschrei damit fertig zu sein. Da sie ihn aber nicht so richtig haben wollte, griff sie zu einer List. Sie ging im Dunkeln mit einer Laterne in den Stall und der Hahn begann zu krähen, bevor der Teufel mit seiner Arbeit fertig war. Vor lauter Wut ließ er den letzten Stein fallen. So Entstand die Teufelskanzel, von der man heute noch ins Arnsbachtal schauen und Schutz suchen kann.

Teufelskanzel - Zeitgeschichte
1. Mai 1894 –
Der Verschönerungsverein Gräfenthal erhält die Erlaubnis zur Anlage eines 1,25 Meter breiten Fußsteiges(Verschönerungssteig) durch den Domänenforstort hinterer Eichberg und durch den Domänenforstort Arnsbach bis zur Teufelskanzel zu errichten.

24. Juni 1894 – Am Johannistag findet das Gründungsfest des beliebten Aussichtspunktes der vom Gräfenthaler Verschönerungsverein errichtet worden war statt. Mit dem von Spechtsbrunn nach Gräfenthal versetzten Forstassistenten Ernst Abesser wird die Idee von Forstassessor August Freysodt erneut aufgegriffen und nur in wenigen Monaten unmögliches geschaffen. So wurden 3367 laufende Meter Weg gebaut, eine Felsschlucht mit einer acht Meter langen Brücke überbrückt und die Teufelskanzel mit einem eisernen Geländer umgeben.

5. März 1895 – Der herzogliche Oberförster Götz in Hasenthal wird vom herzoglichen Staatsministerium in Meiningen beauftragt, den Vorstand des Verschönerungsvereins in Gräfenthal zu eröffnen, dass wir demselben die Errichtung einer Schutzhütte auf der Teufelskanzel in der Domänenwaldung am Arnsbach gestatten wollen. Zimmerermeister Roßbach aus Spechtsbrunn war der Baumeister der die Köhlerblockhütte mit einem Kostenaufwand von 378,12 Reichsmark errichtet hatte. Der Teufelskanzelverein Piesau hat in dankenswerter Weise freiwillig 130 Mark zum Bau der Arnsbachschutzhütte beigesteuert.

25. Juni 1994 – Gedenkfeier 100 Jahre Teufelskanzel, mit Einweihung der neuen Schutzhütte durch Wilhelm Kettner, den damaligen Vorsitzenden des Thüringerwald Vereins Gräfenthal.

22. September 2012 – Freunde der Teufelskanzel aus Piesau führten in den letzten Monaten unter Federführung von Werner Zapf, mit Unterstützung vom Thüringerwald Verein Gräfenthal und in Absprache mit dem Revierförster Andre Kaul, sowie mit Unterstützung von vielen Sponsoren aus der Region durch Arbeitsleistungen und Materialspenden umfangreiche Arbeiten an und um die Teufelskanzel durch. So wurden Reparaturarbeiten an Schutzhütte und Geländer durchgeführt, Sitzgelegenheiten aufgestellt, Beschilderungen und Wegweiser erneuert, sowie eine neue Fahne aus Edelstahl mit der Jahreszahl 1894 am Geländer befestigt.

geocaching: Teufelskanzel

Google Koordinaten: Teufelskanzel

Vorsicht ist hier angesagt, nicht leicht zu erreichen!!!

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